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Wechseljahre: Symptome, Hormone und was Frauen wirklich wissen sollten

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Hitzewallungen, Schlafstörungen, Brain Fog oder Veränderungen der Sexualität: Welche Beschwerden auftreten können und warum eine individuelle medizinische Einordnung wichtig ist.

Hitzewallungen, Schlafstörungen, Herzklopfen, Stimmungsschwankungen, Brain Fog, Gewichtszunahme oder weniger Lust auf Sex: Die Wechseljahre können sich auf sehr unterschiedliche Weise bemerkbar machen.

Im Podcast Hormonzeit sprechen Dr. Robinson Ferrara und Margit darüber, welche Beschwerden in den Wechseljahren auftreten können, warum Hormone dabei eine wichtige Rolle spielen und weshalb Frauen ihre Symptome ernst nehmen sollten.

Was passiert in den Wechseljahren mit den Hormonen?

Die Wechseljahre entstehen nicht von heute auf morgen.

Bereits ab etwa 40 Jahren kann sich die Hormonproduktion verändern. Besonders die weiblichen Sexualhormone wie Östrogen und Progesteron beginnen zunehmend zu schwanken beziehungsweise langfristig abzunehmen.

Dr. Robinson beschreibt im Podcast, dass die hormonellen Schwankungen bei vielen Frauen zunächst langsam beginnen und später stärker wahrgenommen werden.

Welche Symptome können in den Wechseljahren auftreten?

Während manche kaum Beschwerden haben, fühlen sich andere über längere Zeit stark eingeschränkt.

Mögliche Symptome sind unter anderem:

  • Hitzewallungen
  • nächtliches Schwitzen
  • Herzklopfen oder Herzrasen
  • Stimmungsschwankungen
  • Reizbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Brain Fog
  • Vergesslichkeit
  • Scheidentrockenheit
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Libidoverlust
  • Gewichtszunahme
  • mehr Bauchfett
  • Gelenkbeschwerden
  • Veränderungen der Knochengesundheit

Wichtig ist dabei: Nicht jedes einzelne Symptom muss zwangsläufig durch die Wechseljahre verursacht sein.

Treten Beschwerden neu, stark oder dauerhaft auf, sollten mögliche Ursachen medizinisch abgeklärt werden.

Hitzewallungen in den Wechseljahren

Hitzewallungen gehören zu den bekanntesten Beschwerden der Wechseljahre.

Viele Frauen beschreiben ein plötzlich auftretendes Wärmegefühl, das sich über Brust, Hals oder Gesicht ausbreiten kann.

Danach kann es teilweise sogar zu einem ausgeprägten Kältegefühl kommen.

Im Podcast bringt Dr. Robinson diese Schwankungen unter anderem mit Veränderungen des Östrogenspiegels in Verbindung.

Wie häufig und wie intensiv Hitzewallungen auftreten, unterscheidet sich jedoch stark von Frau zu Frau.

Schlafstörungen in den Wechseljahren

Viele Frauen können zunächst problemlos einschlafen, werden jedoch mitten in der Nacht wach.

Besonders häufig beschreibt Dr. Robinson im Podcast das Aufwachen gegen etwa drei Uhr nachts.

Dann beginnt bei vielen Frauen das Gedankenkarussell:

Man liegt wach, grübelt, denkt über Arbeit, Familie und Verpflichtungen nach und findet anschließend nur schwer wieder in den Schlaf.

Am nächsten Morgen folgen Müdigkeit und Erschöpfung – und dieser Kreislauf kann sich über längere Zeit wiederholen.

Schlechter Schlaf kann wiederum zahlreiche andere Beschwerden verstärken.

Dazu gehören:

  • Konzentrationsprobleme
  • Reizbarkeit
  • reduzierte Belastbarkeit
  • Müdigkeit
  • Stress
  • Stimmungsschwankungen

Warum wachen Frauen in den Wechseljahren nachts auf?

Hormonelle Veränderungen können den Schlaf beeinflussen.

Im Podcast spricht Dr. Robinson insbesondere über die Rolle des Progesterons im Zusammenhang mit hormoneller Stabilität und Schlaf.

Gleichzeitig spielen jedoch auch andere Faktoren eine Rolle.

Stress, psychische Belastung, hohe Verantwortung im Alltag oder andere gesundheitliche Ursachen können Schlafprobleme ebenfalls fördern.

Deshalb sollte Schlaf immer im Gesamtzusammenhang betrachtet werden.

Brain Fog und Vergesslichkeit in den Wechseljahren

„Warum kann ich mir plötzlich nichts mehr merken?“

Diese Frage stellen sich viele Frauen während der Wechseljahre.

Begriffe wie Brain Fog, Konzentrationsprobleme oder Vergesslichkeit werden in diesem Zusammenhang immer häufiger verwendet.

Typische Erfahrungen sind beispielsweise:

  • Namen oder Begriffe fallen einem nicht ein
  • Termine werden vergessen
  • Konzentration fällt schwerer
  • Gedanken fühlen sich langsamer an
  • alltägliche Aufgaben werden schneller überwältigend

Viele Frauen haben dadurch Angst, dass ihre geistige Leistungsfähigkeit dauerhaft nachlässt.

Im Podcast beschreibt Dr. Robinson, dass hormonelle Veränderungen ein möglicher Baustein solcher Beschwerden sein können.

Auch hier gilt jedoch: Starke oder neu auftretende Gedächtnisprobleme sollten medizinisch abgeklärt werden.

Mental Load in den Wechseljahren

Gleichzeitig fallen die Wechseljahre häufig in eine Lebensphase, in der Frauen besonders stark gefordert sind.

Viele arbeiten weiterhin, kümmern sich um Familie, unterstützen möglicherweise bereits ihre Kinder oder Enkel und müssen gleichzeitig Beruf, Partnerschaft und eigene Bedürfnisse miteinander vereinbaren.

Schlechter Schlaf, hormonelle Veränderungen und ein hoher Mental Load können sich gegenseitig verstärken.

Deshalb sollte bei Beschwerden nicht nur ein einzelnes Symptom betrachtet werden.

Entscheidend ist das gesamte Bild.

Scheidentrockenheit in den Wechseljahren

Über Scheidentrockenheit wird noch immer vergleichsweise wenig gesprochen.

Dabei gehört sie für viele Frauen zu den belastendsten Veränderungen während oder nach den Wechseljahren.

Sinkende Östrogenspiegel können dazu führen, dass die Schleimhäute dünner und empfindlicher werden.

Mögliche Folgen sind:

  • Trockenheitsgefühl
  • Brennen
  • Reizungen
  • kleine Verletzungen oder Mikrorisse
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Im Podcast erklärt Dr. Robinson, dass solche Beschwerden teilweise zunächst mit Pilz- oder bakteriellen Infektionen verwechselt werden können.

Gerade deshalb ist eine genaue Untersuchung wichtig.

Schmerzen beim Sex in den Wechseljahren

Schmerzhafter Geschlechtsverkehr kann großen Einfluss auf Lebensqualität und Partnerschaft haben.

Viele Frauen ziehen sich zunehmend zurück, weil sie bereits wissen, dass Sex unangenehm oder schmerzhaft sein könnte.

Gleichzeitig wird darüber in Partnerschaften oftmals kaum gesprochen.

Das kann zu Missverständnissen und Konflikten führen.

Dr. Robinson berichtet im Podcast, dass Frauen in seiner Sprechstunde teilweise erzählen, seit längerer Zeit keinen Geschlechtsverkehr mehr gehabt zu haben.

Häufig stehen körperliche Beschwerden oder Probleme des Partners dahinter.

Das Thema sollte deshalb nicht als reine Frage der Lust betrachtet werden.

Libidoverlust in den Wechseljahren

Weniger sexuelles Verlangen kann unterschiedliche Ursachen haben.

Dazu gehören beispielsweise:

  • hormonelle Veränderungen
  • Scheidentrockenheit
  • Schmerzen
  • Schlafmangel
  • Stress
  • Probleme in der Partnerschaft
  • Medikamente
  • psychische Belastungen

Auch Testosteron spielt bei Frauen eine Rolle.

Im Podcast spricht Dr. Robinson darüber, dass Testosteron auch beim weiblichen Körper Bedeutung für die Libido haben kann.

Eine Therapie sollte allerdings niemals allein aufgrund eines einzelnen Symptoms erfolgen.

Wichtig sind eine genaue medizinische Beurteilung und gegebenenfalls entsprechende Laborwerte.

Können Wechseljahre Gelenkschmerzen verursachen?

Auch Gelenkprobleme werden im Zusammenhang mit den Wechseljahren häufig beschrieben.

Dr. Robinson thematisiert im Podcast unter anderem die Rolle von Östrogen im Zusammenhang mit Gelenken und entzündlichen Prozessen.

Allerdings können Gelenkbeschwerden zahlreiche unterschiedliche Ursachen haben.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Verschleiß
  • Verletzungen
  • Entzündungen
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Stoffwechselerkrankungen

Neu auftretende oder starke Gelenkschmerzen sollten deshalb medizinisch abgeklärt werden.

Wechseljahre und Bauchfett

Viele Frauen berichten, dass sich ihre Körperform während der Wechseljahre verändert.

Besonders häufig fällt auf, dass sich Fett stärker im Bereich des Bauches ansammelt.

Dabei spielen unterschiedliche Faktoren zusammen.

Neben hormonellen Veränderungen können auch folgende Faktoren relevant sein:

  • Stoffwechselveränderungen
  • Muskelmasse
  • Bewegung
  • Schlaf
  • Stress
  • Ernährung
  • Alter

Sinnvoll ist deshalb eine Gesamtbetrachtung statt des Blicks auf einen einzelnen Hormonwert.

Osteoporose und Wechseljahre

Hormone spielen außerdem eine wichtige Rolle für die Knochengesundheit.

Nach den Wechseljahren steigt das Risiko für Osteoporose bei Frauen.

Osteoporose bezeichnet eine Erkrankung, bei der die Knochen zunehmend an Stabilität verlieren.

Dadurch kann das Risiko für Knochenbrüche steigen.

Im Podcast sprechen Dr. Robinson und Margit in diesem Zusammenhang auch über Vitamin D, Bewegung und hormonelle Veränderungen.

Welche Vorsorge oder Therapie sinnvoll ist, sollte individuell ärztlich beurteilt werden.

Muss jede Frau in den Wechseljahren Hormone nehmen?

Nein.

Nicht jede Frau benötigt eine Hormontherapie.

Dr. Robinson betont im Podcast ausdrücklich, dass unterschiedliche Behandlungswege existieren können.

Genannt werden unter anderem:

  • bioidentische Hormone
  • Phytoöstrogene
  • Akupunktur
  • naturheilkundliche Ansätze
  • weitere individuelle Maßnahmen
  • eine gesunde Lebensführung

Oft kann auch eine Kombination verschiedener Maßnahmen infrage kommen.

Entscheidend ist, dass eine Therapie zur Patientin passt.

Warum individuelle Beratung in den Wechseljahren wichtig ist

Bei hormonellen Beschwerden sollte nicht nur ein einzelner Laborwert betrachtet werden.

Eine gute Beratung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese.

Dabei geht es beispielsweise um:

  • aktuelle Beschwerden
  • Beginn und Verlauf der Symptome
  • Zyklus
  • Medikamente
  • Vorerkrankungen
  • bisherige Therapien
  • familiäre Vorgeschichte
  • Schlaf
  • Stress
  • Sexualität
  • Lebenssituation

Im Podcast betont Dr. Robinson, wie wichtig es ist, Frauen ernst zu nehmen, ihre Geschichte genau zu verstehen und anschließend gemeinsam mögliche Optionen zu besprechen.

Häufige Fragen zu Wechseljahren und Hormonen

Ab welchem Alter beginnen die Wechseljahre?

Die hormonellen Veränderungen können bereits in den Jahren vor der letzten Monatsblutung beginnen. Im Podcast beschreibt Dr. Robinson, dass erste Veränderungen bei manchen Frauen bereits ab etwa 40 Jahren auftreten können.

Der genaue Zeitpunkt ist jedoch individuell.

Was sind die ersten Anzeichen der Wechseljahre?

Mögliche erste Beschwerden sind Zyklusveränderungen, Schlafprobleme, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme oder Veränderungen der Belastbarkeit.

Diese Symptome können jedoch auch andere Ursachen haben.

Sind Hitzewallungen ein Zeichen der Wechseljahre?

Hitzewallungen gehören zu den typischen Beschwerden der Wechseljahre. Sie können mit hormonellen Schwankungen zusammenhängen, insbesondere mit Veränderungen des Östrogenspiegels.

Warum wache ich in den Wechseljahren nachts auf?

Hormonelle Veränderungen können den Schlaf beeinflussen. Gleichzeitig können Stress, Mental Load oder andere gesundheitliche Faktoren eine Rolle spielen.

Ist Brain Fog in den Wechseljahren normal?

Konzentrationsprobleme und Vergesslichkeit werden von vielen Frauen während der Wechseljahre beschrieben.

Hormonelle Veränderungen können dabei eine Rolle spielen.

Starke oder ungewöhnliche Gedächtnisprobleme sollten jedoch medizinisch abgeklärt werden.

Was hilft gegen Scheidentrockenheit in den Wechseljahren?

Welche Behandlung geeignet ist, hängt von Ursache und Ausprägung ab.

Im Podcast spricht Dr. Robinson unter anderem über lokale Behandlungsmöglichkeiten. Vor einer Therapie sollte jedoch eine gynäkologische Untersuchung erfolgen, um andere Ursachen auszuschließen.

Warum habe ich in den Wechseljahren keine Lust mehr auf Sex?

Libidoverlust kann hormonelle, körperliche und psychische Ursachen haben – etwa Schmerzen, Scheidentrockenheit, Schlafmangel, Stress oder Probleme in der Partnerschaft.

Spielt Testosteron bei Frauen eine Rolle?

Ja. Auch Frauen produzieren Testosteron; im Podcast geht es dabei vor allem um den Zusammenhang mit der Libido. Ob eine Behandlung sinnvoll ist, sollte individuell medizinisch beurteilt werden.

Können die Wechseljahre Bauchfett verursachen?

Hormone können dabei eine Rolle spielen, gleichzeitig sind jedoch auch Ernährung, Aktivität, Muskelmasse, Schlaf, Alter und Stoffwechsel relevant.

Können Wechseljahre Gelenkschmerzen verursachen?

Hormone können einen Einfluss haben, dennoch sollten Gelenkschmerzen medizinisch abgeklärt werden, da viele weitere Ursachen möglich sind.

Muss ich während der Wechseljahre Hormone nehmen?

Nein.

Eine Hormontherapie ist nur eine mögliche Behandlungsform.

Welche Therapie geeignet ist, hängt unter anderem von Beschwerden, Risiken, Vorerkrankungen und persönlichen Präferenzen ab.

Wechseljahre müssen nicht einfach ausgehalten werden

Die Wechseljahre gehören zum Leben einer Frau.

Das bedeutet jedoch nicht, dass starke Beschwerden einfach hingenommen werden müssen.

Entscheidend ist deshalb, Beschwerden ernst zu nehmen und gemeinsam mit einem erfahrenen Arzt herauszufinden, welche Ursachen dahinterstehen und welche Behandlungsmöglichkeiten individuell infrage kommen.

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.

Dr. med. Robinson Ferrara

Facharzt für Gynäkologie und Host des Podcasts „Hormonzeit“ – mit dem Anspruch, komplexe Medizin verständlich einzuordnen.

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